BERGBAUFREILICHTMUSEUM BREZOVE HORY
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Das Wasserrad des Drkolnov (August)-Schachtes

Auf Grund des am 8. Juli 2003 zwischen dem Verwalter der Bergwerke, dem Staatsbetrieb DIAMO, Zweigbetrieb Verwaltung der Uranlagerstätten Příbram und dem Bergbaumuseum Příbram abgeschlossenen Abkommens über die Nutzung der Bergwerke zu Kultur- und Ausbildungszwecken, machte das Museum ein interessantes technisches Denkmal von internationaler Bedeutung, ein Wasserrad aus dem 19. Jahrhundert im Drkolnov-Schacht, der Öffentlichkeit zugänglich. Der Drkolnov-Schacht, der frühere August-Schacht, wurde 1836 abgeteuft. 1872 wurde die maximale Tiefe von 403,5 m erreicht. Einschließlich der freien Tiefe erreichte man 425,2 m unter Tage. Im Inneren der Grube blieb das Wasserrad erhalten, das ein maßgebliches Element der Wasserwirtschaftsbauten war. Ursprünglich befanden sich in der Drkolnov-Grube zwei Räder. Eines wurde zur Wasserhebung errichtet, das andere, heute nicht mehr erhaltene, trieb die Fördermaschine und die Aufbereitungsanlage an. Das Wasserrad vom Drkolnov, das einen Durchmesser von 12,4 m hat, wurde um das Jahr 1850 in Betrieb genommen und pumpte das Untertagewasser mit Hilfe von Kurbelzapfen, Kunstgestänge, Kunstwinkel und Pumpensätzen. An Stelle dieses ursprünglich überwiegend aus Holz gebauten Rades, das Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts ziemlich brüchig war, wurde ein neues, eisernes Rad eingebaut. Das Wasserrad erreichte eine Leistung von 16 PS.

Die wirtschaftlich gewinnbaren Erzvorräte in der Drkolnov-Grube erwiesen sich damals allerdings als nicht zukunftsweisend, und es war nur eine Zeitfrage, wann die Abbauarbeiten abgeschlossen würden. Zum Jahr 1891 wurde zuerst die alte Aufbereitungsanlage vollständig abgerissen, 1896 dann wurden Förderung und geologische Forschung beendet. 1899 erhielten der Förderturm und1913 der Kesselraum und der Schornstein eine Sanierung.

Als einzige bergbauliche Aktivität blieb die Wasserhebung. Fast 50 Jahre lang diente das Drkolnov-Wasserrad dem Pumpen von Grubenwasser, anschließend zum Pumpen von Trinkwasser, und zwar bis zum Jahr 1961. Das war auch einer der Gründe, warum es bis heute erhalten blieb. Dank dem Entgegenkommen und Verständnis der ehemaligen Erzbergwerke Příbram, einem Staatsbetrieb und später dann des Staatsbetriebes DIAMO, Zweigbetrieb Verwaltung der Uranlagerstätten Příbram, erfolgte in den Jahren 2000 bis 2003 die Sicherung, Rekonstruktion und Konservierung des Wasserrades; gleichzeitig wurden die Räume unter Tage für den Tourismus hergerichtet.